Ausgehend von einer Bestandsaufnahme unter gut 300 befragten Wissenschaftskommunikatoren diskutierten 30 Experten aus Wissenschaft und Praxis im Rahmen einer Delphi-Studie mögliche Lösungsansätze. Demnach bricht – historisch betrachtet – gerade die fünfte Entwicklungsphase der Wissenschaftskommunikation an: von den Utopien der 50er Jahre über die frühen Aufklärungskampagnen und die mit zunehmender Kritik auch immer umfassendere Wissenschaftsberichterstattung bis hin zum „Public Understanding of Science and Humanities“ (PUSH) und nun ein weiteres Mal die Suche nach neuen Strategien und Formaten für den Paradigmenwechsel, der ebenso viele Hoffnungen wie Ängste weckt bei Wissenschaftlern und Pressesprechern, Agenturen und Lobbygruppen, Verlagen und Journalisten sowie nicht zuletzt eine neue Erwartungshaltung des so genannten Laienpublikums.
INNOKOMM ist eine privatwirtschaftliche Forschungseinrichtung mit Sitz in Berlin. Als Transferzentrum bündelt es Erkenntnisse und Methoden aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften interdisziplinär und verwertet diese in Form von Auftragsforschung und Beratung für Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen.
Alexander Gerber ist Geschäftsführer des innokomm Forschungszentrums für Wissenschafts- und Innovationskommunikation. Der 38-jährige Informationswissenschaftler ist von Hause aus Journalist und leitete von 2004 bis 2010 bei Fraunhofer die Kommunikation des IuK-Verbunds. Er ist Beirat und Gutachter in diversen Fachverbänden, lebt und arbeitet in Berlin.